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Bundesaußenminister Johann Wadephul hat von der Ukraine gefordert, mehr Bestellungen bei deutschen Rüstungsfirmen aufzugeben. »Wir sind mittlerweile der stärkste Unterstützer der Ukraine, was finanzielle und militärische Unterstützung angeht. Und es muss naturgemäß so sein, dass die deutsche Verteidigungsindustrie davon profitiert«, sagte Wadephul der Zeitung Bild. Das habe er auch bei seinem letzten Besuch dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gesagt. Das Mindeste sei, dass die Ukraine bei allen Beschaffungsmaßnahmen auch die deutsche Verteidigungsindustrie beteilige, sagte er. »Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir nicht ganz zufrieden mit dem, was es an Bestellungen in Deutschland gibt.« Deswegen habe die ukrainische Regierung gebeten, dies zu überprüfen. Bei den russischen Angriffen in der Ukraine nach der Feuerpause ist die Zahl der Toten auf mindestens fünf gestiegen. Die Zahl der Verletzten wurde von den Behörden mit mindestens 35 angegeben. Bei den Angriffen seien mehrere Wohnhäuser getroffen und beschädigt worden. Daneben wurden in der Region Sumy im Osten des Landes zehn Menschen in einem Lokalzug bei einem Angriff von Kampfdrohnen verletzt. Bei der Attacke seien die Lokomotive sowie ein Passagierwaggon getroffen und in Brand gesetzt worden, teilten die Behörden auf Telegram mit. Schon am Vormittag war auf der Strecke zwischen Dnipro und Saporischschja eine Mitarbeiterin der ukrainischen Eisenbahn bei einem Drohnenangriff getötet worden. Der staatliche Stromversorger DTEK berichtete vom Komplettausfall eines Wärmekraftwerks nach einem russischen Angriff. Die Stromerzeugung in der Anlage sei nach erheblichen Schäden eingestellt worden. DTEK machte keine Angaben zum Standort des Kraftwerks. Die Behörden von Mykolajiw und Cherson berichteten von einem vollständigen Blackout in Gemeinden. Der Padelclub der ukrainischen Tennisspielerin Elina Switolina in Kyjiw ist nach eigenen Angaben infolge eines russischen Angriffs schwer beschädigt worden. Die Weltranglistenneunte veröffentlichte auf Instagram mehrere Bilder der teilweise zerstörten Anlage, in der Teile der Hallendecke eingestürzt waren. Zudem war ein Brand zu sehen. Padel ist eine tennisähnliche Rückschlagsportart. Das Spielfeld war umrandet von Glas- und Gitterwänden. Mit dem Beitrag wolle sie »unsere internationalen Partner und Freunde erreichen, die uns, die ukrainischen Athleten, auf internationaler Bühne unterstützen«, schrieb Switolina. Zugleich bitte sie um »Hilfe und konkrete Aktionen, um den Aggressor zu stoppen«. Ukrainische Athleten und die junge Generation hätten nicht die Möglichkeit, unter den gleichen Bedingungen zu trainieren und sich auf internationale Wettbewerbe vorzubereiten wie andere Athleten aus anderen Ländern, schrieb Switolina weiter. Es seien bereits 776 ukrainische Athleten und Sportfunktionäre durch den russischen Angriffskrieg ums Leben gekommen, fügte Switolina hinzu. 942 Sportstätten in der Ukraine seien beschädigt oder zerstört worden. Bei seinem aktuellen Vormarschtempo könnte das russische Militär nach Einschätzung einer US-Denkfabrik noch Jahre brauchen, um die ukrainische Region Donezk vollständig einzunehmen. Wenn es Russland überhaupt gelinge, Donezk zu erobern, werde das mit dem derzeitigen Tempo nicht vor dem Jahr 2032 gelingen, teilte die in Washington ansässige Denkfabrik Institute for the Study of War (ISW) mit. Der russische Vormarsch habe sich seit 2025 im gesamten Kriegsgebiet deutlich verlangsamt. Weil die Truppen am Boden nur langsam vorankommen, haben Russland und die Ukraine ihre Angriffe mit Drohnen und Raketen ausgeweitet. Vertreter europäischer Länder und westliche Analysten sehen die zahlenmäßig überlegene russische Streitmacht indes nicht in der Lage, entlang der 1.250 Kilometer langen Frontlinie entscheidend vorzurücken, um das Ziel der Einnahme von Donezk, der industriellen Herzkammer der Ukraine, zu verwirklichen. Bereits im ersten Jahr der russischen Invasion erklärte Russland die vier ukrainischen Regionen Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson in einem völkerrechtswidrigen Schritt für annektiert. Russland habe »keinerlei aggressive Absichten« gegen Europa. Das hat Wladimir Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow nach einem Gespräch des russischen Präsidenten mit US-Präsident Donald Trump gesagt. Die beiden Machthaber hatten zuvor rund eine Stunde gesprochen und dabei ihren gegenseitigen Willen bekundet, den Krieg in der Ukraine zu beenden und die Beziehungen zwischen den USA und Russland wiederherzustellen. Dazu habe man sich »äußerst offen« ausgetauscht, sagte Uschakow. Lesen Sie hier mehr zu dem Gespräch zwischen Putin und Trump: Die rumänische Polizei hat einen russischen Staatsbürger festgenommen, der Militäreinrichtungen Rumäniens und der Nato-Verbündeten ausspioniert haben soll. Nach Angaben der Sondereinheit für organisiertes Verbrechen der Staatsanwaltschaft in Bukarest hat der 40-Jährige Militärtechnik sowie Truppenbewegungen fotografiert. Betroffen seien mehrere Militärstützpunkte im Großraum Bukarest, am Schwarzen Meer und in Siebenbürgen. Der Mann habe dadurch die nationale Sicherheit gefährdet. Zudem habe er mit einer nicht näher benannten Person über einen verschlüsselten Weg kommuniziert, um hybride Sabotageakte zu planen. Die Staatsanwaltschaft beantragte vor Gericht 30 Tage Untersuchungshaft für den Tatverdächtigen. Rumäniens Inlandsgeheimdienst SRI habe in dem Fall gemeinsam mit dem Geheimdienst der Armee ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Angesichts des kommenden Winters hat Verteidigungsminister Boris Pistorius die Lieferung weiterer Raketen aus Bundeswehrbeständen an die Ukraine angekündigt. Die Ukraine befinde sich in einem Wettlauf mit der Zeit, sagte der SPD-Politiker bei einem Treffen der Unterstützerstaaten des Landes. Es sei damit zu rechnen, dass russische Luftangriffe mit sinkenden Temperaturen wieder zunehmen würden. Deutschland werde daher PAC-2-Abfangraketen für das Patriot-System sowie eine größere Stückzahl an AIM-9-Luft-Luft-Raketen liefern. Auch die laufenden Lieferungen von Iris-T-Luftverteidigungssystemen will Pistorius fortsetzen. Er forderte andere Verbündete auf, ebenfalls ihre Bestände zu prüfen. Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministers Jewhenij Chmara funktioniert die Abwehr von Drohnen inzwischen gut. Anders sei dies bei ballistischen Raketen, dort fehlten vor allem Patriot-Abwehrraketen des Typs PAC-3. Diese sind aufgrund des Nahostkrieges knapp - und auch, weil verschiedene europäische Staaten ihre Bestände zurückhalten. Der Typ PAC-2 ist weniger effektiv gegen russische ballistische Raketen. In Kyjiw hat eine russische Drohne das Gebäude eines Fernsehsenders getroffen. Derzeit seien fünf Verletzte bekannt, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Telegram mit. »Darauf muss es eine Reaktion von Europa und der Welt geben.« Russland habe gezielt den Nachrichtensender My - Ukraina attackiert, als Journalisten eine Sendung aufzeichneten, schrieb Selenskyj. Laut dem leitenden Produzenten des Senders, Jurij Suhak, zielte der Angriff auf den Nachrichtenraum des Senders. Der ukrainische Präsident hat den jüngsten Besuch der US-Verhandler Steve Witkoff und Jared Kushner in Kyjiw gelobt. Die Unterhändler der Regierung von US-Präsident Donald Trump hätten mehrere »anständige Ideen« zur Beendigung des Krieges vorgelegt, sagte Wolodymyr Selenskyj in einem Onlinechat mit ukrainischen Journalisten. Möglich sei die Wiederaufnahme der trilateralen Gespräche zwischen den USA, Russland und der Ukraine, sagte Selenskyj. Ein nächstes Treffen dieser Art könne in der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten oder in der Schweiz stattfinden. Zudem stellte der ukrainische Präsident ein persönliches Treffen mit Trump in Aussicht. Er gehe davon aus, dass es im letzten Septemberdrittel dazu kommen werde, sagte Selenskyj. Mit dem US-Präsidenten wolle er vor allem über mehr Unterstützung der Ukraine bei der Raketenabwehr sprechen. Die Ukraine leidet seit Monaten an einem Mangel an Abwehrraketen, wodurch die russischen Angriffe zuletzt gefährlicher geworden sind. Das gilt als ein Druckmittel Russlands bei möglichen Verhandlungen. In der Region Donezk im Osten der Ukraine haben ukrainische Streitkräfte südlich der umkämpften Stadt Druschkiwka Fortschritte erzielt. Das schreibt das Institute for the Study of War (ISW) in seinem aktuellen Lagebericht. Demnach belegen geolokalisierte Aufnahmen einen ukrainischen Vorstoß nahe dem Dorf Stepaniwka. In der Region Charkiw konnten weitere ukrainische Truppen einen russischen Vorstoß durch Gegenangriffe verhindern; ein Offizier warnt aber vor einer Intensivierung der russischen Angriffe vor dem Herbstanfang. Angesichts des jüngsten russischen Angriffs auf Kyjiw hat der ukrainische Außenminister infrage gestellt, wie ernst Russland es mit der Teilnahme an Vermittlungsgesprächen meint. »Unmittelbar nach der Abreise der Friedensgesandten des US-Präsidenten hat Putin einen weiteren massiven und schrecklichen Angriff auf Kyjiw gestartet,« schrieb Andrij Sybiha in einem Posting. „Seine ballistischen Raketen sagen mehr aus als seine Reden über Diplomatie." Der russische Präsident hatte angeordnet, die Attacken auf die ukrainische Hauptstadt wegen des Besuchs der US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff für drei Tage einzustellen. In der vergangenen Nacht nahm Russland die Angriffe wieder auf, in Kyjiw gab es dabei mindestens zwei Tote. Die britische Regierung hat ein weiteres Hilfspaket für die Ukraine angekündigt, das die Verteidigungsfähigkeit des Landes gegen russische Luftangriffe stärken soll. Das Paket umfasst den Angaben der Regierung in London zufolge unter anderem Patriot-Flugabwehrraketen. Insgesamt habe es ein Volumen von 100 Millionen Pfund (rund 117 Millionen Euro). Nach neuen russischen Angriffen auf die Ukraine hat das westliche Nachbarland Polen seine Flugabwehr in den frühen Morgenstunden in Alarmbereitschaft versetzt. Das polnische Militär teilte mit, es seien Kampfflugzeuge aufgestiegen. Damit solle der Luftraum vor einer möglichen Verletzung geschützt werden. Bei den wieder aufgenommenen Angriffen auf die Ukraine hat Russland ukrainischen Angaben zufolge ballistische Raketen eingesetzt. Das teilte Kyjiws Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Offiziellen Angaben zufolge wurden mindestens zwei Menschen getötet und mindestens sieben verletzt. Es wurden Explosionen gemeldet, mehrere Wohnhäuser, eine Schule und Autos seien von herabfallenden Drohnentrümmern getroffen worden, berichteten ukrainische Medien unter Berufung auf Behördenangaben. Das Nachrichtenportal Kyiv Independent schrieb, dass laut Bürgermeister Vitali Klitschko mehrere Menschen unter den Trümmern eines schwerbeschädigten Wohnblocks verschüttet worden seien. Ballistische Raketen sind schwer abzuwehren. Auch in anderen Regionen des Landes wurde Luftalarm ausgelöst. Das genaue Ausmaß der Angriffe und Schäden ist bislang unklar. Die sogenannte Ukrainekontaktgruppe wird heute in einer virtuellen Sitzung zusammenkommen. An den Beratungen nehmen unter anderem Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD), sein britischer Kollege Wes Streeting, der neue ukrainische Verteidigungsminister Jewhenij Chmara sowie Nato-Generalsekretär Mark Rutte und der US-Verteidigungsstaatssekretär Elbridge Colby teil. Es handelt sich um die 36. Sitzung der Gruppe. Sie war nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine erstmals im April 2022 auf Einladung der USA auf deren Luftwaffenstützpunkt im rheinland-pfälzischen Ramstein zusammengekommen. Seitdem trägt das Format als Koordinierungsstelle maßgeblich zur militärischen Unterstützung der Ukraine im Verteidigungskrieg gegen Russland bei. Dabei beteiligen sich auch Länder außerhalb der Nato. `;
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Umkämpft Russische BefestigungsanlagenRussische Kontrolle Vortag seit Kriegsbeginn vor KriegsbeginnZurückerobert Vortag seit Kriegsbeginn Zusätzl. erobertQuelle: Institute for the Study of War
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