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Bekannter Bürgerrechtler: China entlässt Menschenrechtler Yu Wensheng aus dem Gefängnis

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Der chinesische Menschenrechtler Yu Wensheng wurde 2023 während eines Besuchs der damaligen Außenministerin Annalena Baerbock in Peking festgenommen. Nun ist er frei.

Aktualisiert am 14. April 2026, 7:08 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, mns

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Artikelzusammenfassung

China hat den Bürgerrechtler Yu Wensheng nach drei Jahren Haft entlassen, wie seine Frau auf X bekannt gab. Yu war 2023 in Peking festgenommen worden, als er mit seiner Frau zur EU-Delegation unterwegs war. Neben ihm wurden weitere Menschenrechtler festgenommen und zu Hausarrest verurteilt. Die EU fordert China auf, die Rechte von Yu nicht zu beschränken, da Bedenken bezüglich Überwachung bestehen. Yu hatte politisch heikle Fälle angenommen und stand der Kommunistischen Partei kritisch gegenüber.

Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.

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Der chinesische Anwalt Yu Wensheng im Jahr 2017 © Fred Dufour/​AFP/​Getty Images

Nach drei Jahren Haft hat China den bekannten Bürgerrechtler und Anwalt Yu Wensheng aus dem Gefängnis entlassen. Dies gab seine Frau Xu Yan auf der Plattform X bekannt. Er sei nach Peking zurückgekehrt, schrieb sie.

Yu war im April 2023 in Peking festgenommen worden, als er mit seiner Frau auf dem Weg zum Sitz der EU-Delegation war. Die Festnahme ereignete sich während eines Besuchs der damaligen Außenministerin Annalena Baerbock. Daher hatte der Fall auch die Aufmerksamkeit der Bundesregierung erhalten.

Weitere Menschenrechtler festgenommen

Neben Yu und seiner Frau wurden damals der chinesische Bürgerrechtsanwalt Wang Quanzhang, seine Kollegin Wang Yu und der Rechtsaktivist Bao Longjun von den Behörden zu Hausarrest verurteilt. Die Bürgerrechtler hatten eigentlich geplant, Teile der EU-Delegation, die Baerbock begleitetet hatte, zu treffen.

Yu und seiner Frau wurde vorgeworfen, Streit angefangen und Ärger provoziert zu haben. Eine Anschuldigung, die von Behörden oft erhoben wird, um Kritiker mundtot zu machen. Im Oktober 2024 hatte ein Gericht in der ostchinesischen Großstadt Suzhou beide wegen "Anstiftung zu Untergrabung der Staatsgewalt" verurteilt. Xu hatte eine Haftstrafe von einem Jahr und neun Monaten erhalten, Yu war zu drei Jahren Haft verurteilt worden.

EU fordert China auf, Rechte von Yu nicht zu beschneiden

Die Freilassung von Yu sei auch von der EU zur Kenntnis genommen worden, teilte ein Sprecher mit. Es bestehe jedoch die Sorge, dass Yu nach seiner Freilassung weiterhin Überwachung und anderen Einschränkungen ausgesetzt sei. Die EU forderte China daher auf, alle Rechte und Freiheiten Yus und seiner Frau uneingeschränkt zu achten.

Das Urteil gegen Yu war sowohl von der EU und Deutschland als auch von den USA kritisiert worden. Yu hatte oft politisch heikle Fälle angenommen und stand der Kommunistischen Partei kritisch gegenüber. 2018 wurde er während einer anderen Haftstrafe mit dem Deutsch-Französischen Preis für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit ausgezeichnet, um seinen Einsatz für den Schutz von Menschenrechten zu würdigen. 

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