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»Reformen müssen das Leben von Menschen verbessern«, fordert Anke Rehlinger. Die saarländische Ministerpräsidentin will Pflegekosten auf 1.500 Euro begrenzen.
Quelle: DIE ZEIT,
dpa,
dar
9. September 2026, 3:29 Uhr
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Anke Rehlinger dringt auf eine Obergrenze für Pflegeheimkosten. Die saarländische Ministerpräsidentin schlägt vor, den Eigenanteil für Pflegebedürftige in stationärer Pflege auf 1.500 Euro im Monat zu deckeln, weil das aus ihrer Sicht im Versicherungssystem finanzierbar ist und Betroffene sowie Angehörige spürbar entlastet. Anlass sind stark gestiegene Eigenkosten, die laut Verband der Ersatzkassen zum 1. Juli im ersten Heimjahr bundesweit im Schnitt 3.364 Euro pro Monat erreichten. Parallel arbeitet die schwarz-rote Koalition an einer Reform der Pflegeversicherung, die mit Ausgabenbremsen und Mehreinnahmen Milliardenlücken schließen und Beitragserhöhungen möglichst vermeiden soll. Zugleich warnt der Chef der Techniker Krankenkasse, Jens Baas, trotz der Reform vor steigenden Beiträgen, weil die Gesellschaft altert und mehr Menschen pflegebedürftig werden. Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen. Fanden Sie die Zusammenfassung hilfreich? Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger hat sich dafür ausgesprochen, den Eigenanteil an den Kosten für einen Platz im Pflegeheim zu deckeln. »Reformen müssen das Leben von Menschen verbessern«, sagte die SPD-Politikerin der Funke Mediengruppe. »Wir sollten mit der Pflegereform die Kosten für die stationäre Pflege für die Betroffenen begrenzen.«
Rehlinger warb dafür, den Eigenanteil für Pflegebedürftige bei 1.500 Euro zu deckeln. Das sei innerhalb des Versicherungssystems finanzierbar und entlaste Pflegebedürftige sowie ihre Angehörigen deutlich. »Das wäre ein Punkt, mit dem man auch offensiv werben kann für ein Gesamtpaket«, sagte Rehlinger.
Eine Auswertung des Verbandes der Ersatzkassen hatte zuletzt ergeben, dass Stand 1. Juli im ersten Jahr im Heim im bundesweiten Schnitt 3.364 Euro im Monat aus eigener Tasche gezahlt werden mussten. Das sind monatlich 119 Euro mehr als zu Jahresbeginn und 256 Euro mehr als zum 1. Juli 2025.
Die schwarz-rote Koalition auf Bundesebene arbeitet an einer Reform der Pflegeversicherung. Anders als etwa die Krankenversicherung trägt diese jedoch nur einen Teil der Kosten. Pflegebedürftige bekommen Leistungen der Pflegekasse, müssen dazu aber einen Eigenanteil leisten. Ein noch von der früheren Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) vorgelegter Gesetzentwurf sieht Ausgabenbremsen und Mehreinnahmen vor, um Milliardenlücken zu decken und allgemeine Beitragserhöhungen zu vermeiden.
Der Chef der Techniker Krankenkasse,
Jens Baas, sagte dem Nachrichtenmagazin Politico kürzlich jedoch, er rechne trotz der geplanten Reform mit
Beitragserhöhungen in der Pflegeversicherung. »Es ist realistisch, dass
die Beiträge perspektivisch steigen werden. Wir haben eine Gesellschaft,
die älter wird, und immer mehr pflegebedürftige Menschen«, sagte Baas. Die
Versicherungsbeiträge müssten aber in einem vernünftigen Verhältnis zu
den Leistungen der Pflegeversicherung stehen.
Artikelzusammenfassung
Koalition arbeitet an Reform