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Zwei Bellingham-Tore: England besiegt Norwegen nach 120 Minuten 2:1

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England darf weiter vom ersten WM-Titel seit 1966 träumen. Das Team von Thomas Tuchel stieg mit einem 2:1-Erfolg nach der Verlängerung gegen Norwegen ins Halbfinale auf und trifft dort am Mittwoch auf Argentinien (3:1 nach Verlängerung gegen die Schweiz).

Der große Außenseiter Norwegen war dem Aufstieg aber sehr nahe und war wohl nicht das schlechtere Team in diesem Viertelfinale. 

In der 36. Minute der Partie in Miami wird sich auch Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup ein wenig gefreut haben. Schließlich war der Däne vor zwei Jahren Trainer von  Nordsjaelland, als der damals noch 19-jährige Andreas Schjelderup einer der Top-Spieler beim dänischen Klub war. Vor seinem Transfer zu Benfica Lissabon erzielte der Teenager in 94 Partien 27 Tore.

Beim 1:0 lachte aber jedem Fußball-Fan außerhalb Englands das Herz. Denn der Schuss des jetzt 22-jährigen Flügelspielers aus spitzem Winkel über England-Keeper Jordan Pickford hinweg ins lange Kreuzeck wird als eines der schönsten Tore dieser WM in Erinnerung bleiben (36.).

Dass der VAR nach dem Ballgewinn von Norwegens Berg gegen Kane nicht eingegriffen hatte, war die richtige Entscheidung.

Doch die Norweger durften sich nicht lange freuen. Auch, weil Sörloth bei einem 2-gegen-1-Konter weder den Ball zum mitgelaufenen Haaland noch auf das Tor brachte (44.).

Noch vor der Pause gelang England der Ausgleich.  Nach starker Vorarbeit und einer Hereingabe von Gordon nahm sich Bellingham den Ball im Strafraum und mit hohem Tempo perfekt mit und schloss zum 1:1 ab (45.+2.).

Die Norweger haderten damit, dass der Ball bei einem Ausschuss von Nyland direkt vor dem Tor das Kabel der Sky-Cam  berührt hatte und zu einem Engländer kam.

Das Team von Thomas Tuchel drückte jetzt auf das Tempo und wäre fast auch 2:1 in Führung gegangen. Doch Kane war vor seinem Treffer doch deutlich im Abseits (45.+4.). 

Norwegens Treffer zählte nicht

Nach der Pause wurde auch ein norwegischer Treffer nicht anerkannt. Nach einem Eckball hatte Verteidiger Heggem getroffen, aber auch Haaland mit beiden Händen seinen Gegenspieler Anderson gestoßen.

Das Momentum drehte sich wieder zugunsten der Norweger. Trainer Solbakken brachte die technisch starken Flügelflitzer Bobb und Nusa. Und England kam in Bedrängnis.  Heggem köpfelte  nach einer weiteren Ecke an die Latte (77.). Da wäre Goalie Pickford wieder machtlos gewesen.

Für England bereitete Saka den Matchball von der rechten Seite perfekt vor, doch seine Hereingabe wurde vom Norweger Aursnes neutralisiert (87.).

Nach 90 Minuten waren die meisten Spieler  auch aufgrund der Hitze ausgelaugt und stand es 1:1 sowie 5:1 für Norwegen an Torschüssen.

Der entscheidende Fehler von Nyland

In der Verlängerung ging England erstmals in Führung. Ausgerechnet ein Fehler des sonst so starken Keepers Nyland war dabei entscheidend. Einen Schuss von Rogers wehrte er in die Mitte ab, wo Bellingham zum 2:1 abstaubte (93.).

Bei einer strittigen Elfer-Szene schritt der VAR erneut ein, Spence stellte ein Bein vor Bobb und fiel.  Nach dem Videostudium nahm der starke Referee Turpin den Strafstoß zurück (101.). Es blieb also spannend. Doch am Ergebnis änderte sich nichts mehr.

Für Erling Haaland war die Partie übrigens das erste Pflichtspiel seit dem 1:5 gegen Österreich am 13. Oktober 2024, in dem er keinen Treffer erzielte.

Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker.

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