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Lange Zeit war Herbert Kickl im ORF-Sommergespräch ein fast höflicher Zeitgenosse. Aber zum Schluss platzte ihm bei einer Frage nach Parallelen zur AfD der Kragen. Wie man nur auf so eine „blöde Frage" komme, sagte er zu Simone Stribl. Dabei war die Frage, welche Bevölkerungszahl er in Österreich haben wolle, zwar provokant gestellt, in der Sache aber legitim. Will Kickl doch das Unwort „Remigration" in die Verfassung schreiben lassen. Man sollte sich mehr mit „blöden Antworten" beschäftigen. Und zumindest eine von dieser Sorte gab es am Montag. Kickl behauptete nicht nur, dass die FPÖ die einzige Partei sei, „die sich zum Klimawandel bekennt", sondern trat auch als Hobby-Paläontologe auf. Er rechnete in Bezug auf den menschengemachten Klimawandel vor, wann der moderne Mensch auftaucht, wenn 4,6 Milliarden Jahre Erdgeschichte auf ein Jahr umgerechnet würden. Um 23.57 Uhr, sagte er. Dies zeige, welch „kleiner Faktor" der Mensch sei. Dabei zeigt dieses Gedankenspiel das komplette Gegenteil: Wie viel Einfluss auf das Weltklima der Mensch in nur wenigen Sekunden genommen hat.